Fahrt ins Münsterland

 

Für den 10. Juli organisierte der Förderverein eine Fahrt ins Münsterland. Bei schönem Sommerwetter trafen wir uns am Sonntag am Gehörlosenzentrum und fuhren mit über 30 Personen los. Gegen 11 Uhr  kamen wir wohlbehalten in Münster vor dem Graphik Museum Picasso an.

In zwei Gruppen wurden wir durch die Ausstellung geführt. Jutta Beele und ich dolmetschten die Führungen.

An einer historischen Lithographiepresse (Steindruckpresse) wurde uns erklärt, wie der Stein zunächst mit fetthaltiger Kreide, Tinte oder anderen Materialien bemalt wird. Dann wird die Steinplatte geätzt, sodass die nicht bemalten Stellen der Platte Wasser annehmen und später aufgetragene fetthaltige Farbe abstoßen. Die Farbe haftet also nur an den fetthaltigen Zeichnungsstellen. Ein angefeuchteter Papierbogen wird durch die Presse gezogen und die fetthaltigen Stellen geben dabei die Farbe an das Papier ab, es wird bedruckt.

Picasso war fasziniert von den vielen Möglichkeiten dieser Technik, da er Kreide, Pinsel, Schaber und andere Werkzeuge benutzen konnte. So entstanden Serien, in denen er den Stein immer wieder neu bearbeitete und das ursprüngliche Motiv immer weiter veränderte.

Motive der Lithographien, die im Museum zu sehen sind, zeigen u. a. Picassos Lebensgefährtinnen und in späten Arbeiten zeigt Picasso gern alternde Künstler zusammen mit einem Modell bei der Arbeit. Das ist ungewöhnlich, denn normalerweise arbeitete Picasso selbst nicht nach dem Modell.

Nach einer guten Stunde Kultur erwartete uns der Busfahrer, Werner, um 13:10 Uhr wieder mit seinem Bus vor dem Museum und brachte uns durch das schöne Münsterland zu einem Grillplatz. Hier waren schon Tische gedeckt und ein leckerer Imbiss wartete auf uns.

Gut gestärkt wurde der nächste Ort unserer Reise angesteuert: der Merfelder Bruch. Er gehört zum Besitz des Herzogs von Croy. Hier leben in einer ca. 350 Hektar großen Wildbahn fast 300 frei lebende Wildpferde.

Diese Pferde stammen u. a. von den Zebras in Afrika ab, was man bei allen an der dunklen Linie im Fell auf dem Rücken, bei einigen auch noch an Streifen auf den Vorderbeinen sehen kann. Einmal im Jahr, am letzten Samstag im Mai, findet der Wildpferdefang in der Arena auf dem Gelände statt. Die jungen Hengste werden eingefangen und meistbietend versteigert.
Auch hier war für die Gruppe eine Führung über das Gelände organisiert, die von uns Dolmetschern übersetzt wurde.

Zum Abschluss des Tages wurden wir in Haus und Garten von Dr. Jakobs fürstlich bewirtet. Frau Jacobs hatte ein vielfältiges, sehr köstliches kalt-warmes Büffet vorbereitet und vielerlei Getränke wurden dazu angeboten.

Vielen Dank an Dr. Jakobs und seine Gattin für diesen wunderschönen Tag!

Margit Maul

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