Das Gehörlosenzentrum feiert 2x zugleich am 12. Juni 2010 und zwar 20-jähriges Bestehen des Begegnungszentrums und Eröffnung

des Neubaues Integrationshaus am Oerweg 38 in Recklinghausen.

 

Viele Kommunalpolitiker kamen aus den Kreisstädten im Kreis Recklinghausen zum Fest. Die Vertreterinnen und Vertreter aus den Behörden der Stadt und des Kreises Recklinghausen waren auch anwesend. Es muss auch erwähnt werden, dass die Vertreter des MAGS in Düsseldorf und des LVR Köln zur Feier kamen.

Um 11 Uhr  gab die Frau Cornelia Benninghoven ihr Debüt als Moderatorin und führte durch das ganze Programm durch.

Hermann Riekötter, der Vorsitzender des Fördervereins für hör- und hörsehbehinderten Menschen im Vest Recklinghausen, begrüßte die Anwesenden und freute sich auf die zahlreichen Besucher. Besonders wurde Frau Gahlen, die Mitgründerin des Fördervereins begrüßt.

 

Vor 21 Jahren haben Herr Konrad Stemmer und Frau Hilde Gahlen das Bauprojekt unter schweren Umstand ins Leben gerufen. Ein Jahr später dürften die Beiden die Eröffnung miterleben. Die Gehörlosen haben endlich die Heimat in diesem Haus gefunden. Bis heute haben sie das Geschehen mitgewirkt, so dass das Haus wie neu aussieht. Der Förderverein hat die Aufgabe von Herrn Stemmer übernommen und wird weiterhin die Aufgaben mittragen. Ohne Mithilfe der Stadt Recklinghausen und der Kreisverwaltung hätte das Haus nicht gegeben. Durch sie können die hör- und hörsehbehinderten Menschen Rat und Tat von der Beratungsstelle in diesem Haus holen. Man braucht gebärdensprachkundige und blindensprachkundige Sozialarbeiterinnen, damit die Kommunikation sichergestellt werden konnte.

 

Aus den kleinen Anfängen haben wir heute mehrere Beratungsstellen:

Rechtliche Betreuung, Allgemeine Beratung, IFD und später vielleicht Taubblindenberatung.

Der Förderverein bittet auch Taubblindenassistenzausbildung an die Interessierten an. Ohne die Unterstützung des MAGS in Düsseldorf wäre die Ausbildung nicht möglich. Die 3. Ausbildungsstufe wurde offiziell bewilligt. Weitere Ausbildungen sollen folgen. Es gibt genügende Interessierte. Durch die Unterstützung von Stiftung Wohlfahrtspflege, Aktion Mensch und DPWV konnten wir einige Projekte durchführen. Auch wenn diese Projekte in zeitlichen Rahmen festgelegt worden war, war aber der Bedarf sehr enorm, dass wir sie weiterführen sollen. Wie z.B. die Taubblindenberatungsstelle, dafür brauchen wir finanzielle Unterstützung aus der öffentlichen Hand.

Hermann Riekötter dankte viele Gönner und Spender, die den Bau des Integrationshauses Haus 2 ermöglichen. Seine Vorgänger haben den Bau vorgearbeitet und alles ermöglicht. Der Förderverein erlebte Höhen und Tiefen. Besonderen Dank galt den Vorstandsmitglieder und vielen Helfer der Gehörlosenvereine, ohne sie wäre das Haus nicht so gut besucht. Vorsitzender Gerd Thyret bekam vom Vorsitzenden viel Lob, weil Herr Thyret mehr als 25 Jahre Herr Stemmer und anderen Fördervereinsvorsitzenden begleitet hat.

 

Frau stellv. Landrätin Stuckel-Lotz sprach die Glückwünsche trotz ihrer schweren Erkältung aus und wollte unbedingt bei der Feier anwesend sein. Ihr gebührte unser Lob und Dank.

 

Herr Roland Borosch vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales übermittelte beste Grüße aus Düsseldorf und lobte die Arbeit des Fördervereins. Der Grund war, dass der Förderverein viel für die Gehörlosen und Taubblinden selbstlos getan hat wie kein anderer Verein.

 

Nach vielen Reden zeigte der gehörlose Damenchor seine Künste in Gebärdensprache und bekam viel Beifall. Sogar den Auftrag für das Auftreten in der Stadt bekam der Damenchor. Die Damen wurden mit Rose beschenkt. Nun mussten die Akteurinnen fleißig üben für die weiteren Auftritte im Kreis Recklinghausen. Die Moderatorin führte elegant das Programm mit vielen Zwischenfragen an die Redner. Die interne Feier ging mit dem Imbiss zu Ende.

 

Nun folgte die offizielle Feier und die Moderation übernahm dann Hermann Riekötter und führte das Programm bis in den späten Nachmittag weiter.

Der Taubblinde und seine Taubblindenassistentin zeigten einige Macken auf der Bühne, wie sie täglich erlebten. Es war lustig und zugleich auch traurig, dass die Taubblinden ihre Probleme täglich bewältigen müssen. Der Damengebärdenchor trat noch einmal auf und wurde von allen begeistert aufgenommen.

Hermann Riekötter dankte dem Organisator Uwe Trogant für die gute Veranstaltung. Die Veranstaltung war harmonisch verlaufen und wurde gut besucht. Der Wettergott hat dafür gesorgt, dass das Wetter gut war.

 

H.R.

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