Stand des Gehörlosenzentrums auf der Festwiese des Festspielhaus am 1. Mai 2005

 

Am 1. Mai waren 4 Gruppen des Gehörlosenzentrums auf der Festwiese am Festspielhaus beteiligt: Blickkontakt- Integrative Gruppe Recklinghausen 1999, die Selbsthilfegruppe Elterntreff, der Gehörlosen- Sportverein RE 1952 und der Fördererverein.

Schon mehr als ein halbes Jahr vorher gab es erste Kontakte zur Leitung des Festspielhauses und es fand eine Besprechung  mit dem Leiter der Festplanung, Herrn Banneyer statt. Auch kamen im Vorfeld die Vorsitzenden der teilnehmenden Gruppen zu 3 Sitzungen im GLZ zusammen um die Organisation des Standes zu besprechen.

 

Früh um 7 Uhr ging es dann am 1. Mai schon los: Viele Helfer trafen sich am Gehörlosenzentrum mit ihren Privatautos. Die Pavillons, Tische, Bänke, Motto-Banner usw. wurden eingepackt und gemeinsam zum Festspielhaus transportiert. Außerdem wurde mit dem Transporter zum Party-Verleih gefahren und weitere Pavillons usw. abgeholt.

Die Festwiese durfte nur bis 9 Uhr befahren werden. Da der Aufbau der Pavillons problemlos vonstatten ging konnten die Autos rechtzeitig die Festwiese verlassen.

Auf der Wiese wurden drei Pavillons aufgebaut:

Einer für den Infostand, an dem alle beteiligten Gruppen ihr Informationsmaterial auslegen konnten. Hier wurden Tische aufgestellt und  mit Decken ausgelegt, die Infoblätter darauf verteilt und die Poster und Fotos an den Stellwänden aufgehängt. Am Infostand fand auch der ‚Bausteine’-Verkauf des Förderervereins statt.

Ein zweiter Pavillon war ursprünglich für Theaterszenen, die die Gruppe Blickkontakt vorbereitet hatte, geplant. Wegen der Hitze wurden die Szenen im Freien aufgeführt und so konnte der zweite Pavillon als Aufenthaltsraum genutzt werden.

Ein dritter Pavillon wurde in einiger Entfernung aufgebaut. Hier wurde zum Gebärdentreff eingeladen.

Um das Publikum für die einzelnen Pavillons zu interessieren wurden Mottobanner aufgehängt: für die Gruppe Blickkontakt: ‚Handakrobatik’, für den Sportverein: ‚Sport verbindet’ und das Logo des Vereins und für die  Selbsthilfegruppe Elterntreff ebenfalls das  Logo der Gruppe. Vom Fördererverein war nochmals das Banner von der 25 Jahrfeier zu sehen.

Gebärden schwer? – Nein!  und Gebärden-Treff machten gezielt auf die Gebärdensprache aufmerksam

Allerdings nutzten nur wenige Hörgeschädigte den  Gebärden-Treff, da er zu weit vom Infostand entfernt war. So trafen sich alle am Infostand und dank des schönen Wetters waren die Pavillons sehr gut besucht.

 

Zur Eröffnung der Festwiese war sogar der – damals noch -  Ministerpräsident für NRW, Herr Peer Steinbrück auf die Talk-Bühne gekommen. Für hörgeschädigte Menschen war ein Bereich direkt an der Bühne ausgewiesen und da zwei Dolmetscher alle Reden in DGS übersetzten, konnten die gehörlosen Zuschauer sehr gut das Geschehen auf der Bühne verfolgen.

Im Verlauf des Nachmittags wurde am Stand des GLZ zweimal 3 kurze Theaterszenen von der Gruppe Blickkontakt gezeigt.

Für Hörende wurden dreimal Schnupperkurse in Deutscher Gebärdensprache (DGS) angeboten. Diese Kurse waren sehr gut besucht und die Hörende hatten sehr viel Spaß beim Erlernen des Fingeralphabets und ihren ersten Gebärden.

Sicherlich werden einige der Teilnehmer im Herbst in einen der an der VHS von gehörlosen Dozenten angebotenen DGS Kurse einsteigen.

 

Die Vereine sind mit dem Verlauf ihrer Präsentation auf der Festwiese  sehr zufrieden. Viele hörende Menschen zeigten Interesse für die Situation der Gehörlosen und die Gebärdensprache und konnten somit einen ersten Einblick in die besondere Art der visuellen Kommunikation nehmen.

Die Zusammenarbeit der hörenden und hörgeschädigten Mitarbeiter war ausgezeichnet und so war gegen 18 Uhr, als die Pavillons wieder abgebaut wurden, die Meinung einhellig: Der Stand der Gruppen des Gehörlosenzentrums war ein voller Erfolg.

 

Uwe Trogant (Margit Maul)

Fotobilder: Hier Klicken!

 

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