‚epheta’ wird 6o Jahre alt.

 

Vor 6o Jahren, das war 1949!  Das war vier Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkrieges. Das war das Jahr, in dem die Bundesrepublik Deutschland gegründet wurde (BRD).Das war ein Jahr nach der Währungsreform. Im Juni 1948 wurde die DM eingeführt. Danach blühte das wirtschaftliche Leben wieder auf. Die Not der Nachkriegszeit nahm langsam ab. Zugleich blühte das kulturelle und das religiöse Leben wieder auf. Neue Zeitschriften erschienen. Zum Beispiel eine Zeitschrift ‚Christ in der Gegenwart’! Auch sie wurde in diesem Jahre 6o Jahre alt.

‚epheta’ kam also1949 und wurde zum ‚Familienblatt’ der katholischen Gehörlosen Deutschlands. ‚Epheta’ – so geschrieben - erschien und erscheint in Zusammenarbeit mit dem Verband der katholischen Gehörlosen Deutschlands. Wenn man wissen wollte, was sich bundesweit bei den kath. Gehörlosen tat, dann schlug man bald ‚epheta’ auf. Aber auch das Religiöse und das Kulturelle kamen nicht zu kurz. Das muß man dankbar erwähnen. ‚Epheta’  war daher auch wie eine Kirchenzeitung! Lange Jahre schrieben Generalpräses Römer und Diözesanpräses Schwarz aus Trier gute religiöse Belehrung..

 

Ich habe ‚epheta’ das erste Mal im September 1960 in die Hand bekommen. Damals bestellte mich der Bischof von Münster zum Gehörlosenseelsorger für den Bezirk Recklinghausen. Der bin ich heute noch! Über die 48 Jahre mit dem ‚Vestischen Gehörlosenverein 1907’ könnte ich einen Roman schreiben. Die Hefte von ‚epheta’ habe ich Jahrzehnte lang lückenlos aufbewahrt und eines Tages dem ehemaligen Verbandspräses Pfarrer. Norbert Schulze Raestrup für das Archiv übergeben. Wer in dem Packen blättert, kann sehen, wie ‚epheta’  immer wieder neue Themen aufgenommen hat: Sozialberatung, Rechtsfragen und anderes mehr! ‚Epheta’ blieb immer am Ball!

Im Jahr 196o war ‚epheta’ noch wie ein aktuelles ‚Blättchen’! Das war damals so üblich: einfach und bescheiden in der Aufmachung, auf rauem Papier und mit altertümlichen Druckbuchstaben! Es stand aber alles Notwendige darin. Schon immer wurden die Termine von Gottesdiensten und Versammlungen mitgeteilt. Im Jahre 196o bis etwa 1965 war das noch immer der Sonntag. Schriftleiter war damals und viele Jahre lang Rektor Tigges aus Essen. Er fand in Herrn Blömeke dann einen sehr guten Nachfolger. Denken und danken muß man aber auch den zahlreichen Schriftführern in den vielen Ortsvereinen. Ohne sie hätte ‚epheta’ keine ‚Farbe’ gehabt.

Ich stelle fest: ‚epheta’ ist mit der Zeit gegangen!             

Zum Namen von ‚epheta’ möchte ich in Erinnerung rufen, daß er ‚biblisch’ ist. Im Evangelium von Markus wird im 7. Kapitel berichtet, wie Jesus einem tauben Menschen das Gehör wieder schenkte. Jesus gebrauchte dabei das hebräische Wort ‚ephata’. Das Wort ist wie ein Befehl: ‚Es soll geöffnet werden’. Auf Hebräisch  wird es so geschrieben:   

 

‚epheta’ ist jetzt also 6o Jahre alt. Ich bin 82 Jahre alt und suche einen, der weiter macht!


 

Der ich einmal war,   grüßt den,     der ich heute bin!                   

                                                                                                                                                              

Mit einem herzlichen Glückwunsch an ‚epheta’ und einem herzlichen Dank an alle, die sich um ‚epheta’ verdient gemacht haben,  bleibe ich,            Hermann Jaspers   -  Gehörlosenseelsorger

 

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