Vestischer Gehörlosen Verein Recklinghausen und Umgebung 1907e.V.
 

Vestische Vereine - Geschichte

Am 10.03.1907 wurde Katholischer Taubstummenverein gegründet von Jul. Röttger. Am 20.03.1907 unterschrieb der damalige Bürgermeister Heuser die Genehmigung. Durch Beschluss der Sitzung vom 27.04.1958 änderte er seinen ursprünglichen Namen um in den Namen „Vestischer Gehörlosenverein Recklinghausen Umgebung“  in dem wir heute noch unsere Heimat haben.

Jeden 3.Samstag im Monat feiern wir Katholischer Gottesdienst im Hedwigaltenheim, Im Romberg Recklinghausen mit unsere Seelsorger Rektor Jasper und die evangelische Gottesdienste in den Gehörlosen Zentrum Oerweg 38, Recklinghausen mit Pastorin Kuklinski. Im Anschluss an die Gottesdienst finden wir uns im Gehörlosen Zentrum eine gemütliche Kaffeestunde und mit einander plaudern. Wir werden durch Vorsitzende Wilma Mathis begrüßt und verschiedene Nachrichten bekannt geben, besonders über Termine, Tagung, Jubiläum, Geburtstage und Ausflüge.

Große Bedeutung unsere Verein waren Ausflüge nach Rendsburg – Kiel - Laboe, Maring - Bernkastel, Erfurt, Rissa, Dresden, Rotenburg ob der Tauber – Würzburg, Olsbach – Strassburg – Colmar, Chiemgau und Leipzig. Für uns waren schöne Erinnerung und unvergessen.

Auch besonders Anlass waren jedes Jahr Kappesfest, Osterfest, Grillfest, Herbstfest und besonders die Weihnachtsfeier.

Jeden Monat 3.Samstag findet die Versammlung statt. Alle sind herzlich willkommen aus Nahe und Ferne.

Gehörlosenseelsorge!

 

( Dieser Bericht wurde von Pfarrer Hermann Jaspers verfaßt. Vom ihm stammen auch alle anderen Aufzeichnungen und Erarbeitungen auf dieser CD.)

 

Der nachstehende Bericht handelt von der Gehörlosenseelsorge im Bezirk Recklinghausen / Bistum Münster während der Jahre 196o bis 2oo7. In diesen Jahren war ich der Seelsorger.

 

Der Bezirk Recklinghausen umfaßt die Dekanate Recklinghausen, Datteln, Dorsten, Haltern, Herten und Marl. Dieser Bezirk ist fast identisch mit einem Gebiet, das den historischen Namen ‚VEST’ trägt und flächenmäßig mit dem Landkreis Recklinghausen übereinstimmt. Das Vest Recklinghausen war ehedem eine Exklave (Außenbezirk) des Fürstbistums Köln.

 

Im Bistum Münster gab/gibt es folgende Gehörlosen-Seelsorgebezirke:

Coesfeld – Ochtrup – Rheine –Recklinghausen – Wesel/Moers – Münster – Cloppenburg.

 

Die Tätigkeit in der Gehörlosenseelsorge lässt sich so beschreiben:

 

A) Es war jeden dritten Sonntag  - nach Einführung des langen Wochenendes jeden dritten Samstag - im Monat mit den Gehörlosen eine hl. Messe mit katechetischer Predigt zu feiern.

Die in Frage kommenden Tage ergaben sich aus dem Jahreskalender. Sie wurden strikt eingehalten. An den Tagen wurden dann auch vorausgegangene oder bevorstehende Feste begangen.

Für die Gestaltung der Gottesdienste und Predigten wurden im Laufe der Jahre verwendet:      

a) Flanelltuchbilder (Christophorusverlag), b) selbstgefertigte Dias,

c) selbst erstellte Folien für den

    Lichtschreiber und            

d) schließlich ein selbst gestaltetes

 

Messheft. Als Beilage wurde für jeden Gottesdienst eine besondere Liturgie- und Predigtbeilage ausgearbeitet und verteilt.

 

 

Das Messheft mit einer Zeichnung des Altares der Propsteikirche in Recklinghausen aus der Feder des Architekten K.H. Dreischhoff.

 

Eine Beilage zur Weihnachtsmesse / Titelblatt

 

 

 

Beilage zur Weihnachtsmesse / S. 4

 

Für die Lesungen gab/gibt es ein offizielles Ringbuch

WORT GOTTES

 

    

mit Abschnitten (Perikopen) für den Gottesdienst. Das Buch kam aus dem St. Benno-Verlag Leipzig (Herausgeber war:

Ökumenischer Arbeitskreis für Taubstummenseelsorge, Präsidium R. Wollrab, Dresden./ Kooperator Prälat W. Römer, wohnhaft in Düren.)

 

 

Ein Werkbuch

GOTTESDIENST MIT GEHÖRLOSEN

 

 

für die kath. Bistümer des deutschen Sprachgebietes (Herder Freiburg-Wien) war die verbindliche Agende für alle Gottesdienste.

 

Es gab im Laufe der Jahre vier verschiedene Gehörlosengebetbücher. Diese wurden aber mehr für das persönliche Beten verwendet.

Im Gottesdienst wurden sie kaum verwendet.

 

Es waren:

 

1) Epheta – katholisches Gebetbuch in einfacher Sprache besonders für Gehörlose – Verlag Butzon und Berker, Kevelaer/196o

2) Wort und Weg – Sonntagsbuch für Gehörlose – Seelsorge Verlag Freiburg/1965 

 

Gotteslob – Gebetbuch für gehörlose Schüler, Jugendliche und

1)  Erwachsene – Rickeverlag Nürnberg/1973 

2)  Loben, Bitten, Danken – Gebetbuch in einfacher Sprache – St. Benno-Verlag 1985 .

In den Anfangsjahren meiner Tätigkeit gab es vor den Gottesdiensten auch noch Zeiten für die hl. Beichte, besonders vor Ostern.

 

B) Es mußten die Familien, die Alten und Kranken besucht werden. Auch um Versehgänge zu Sterbenden wurde gebeten. Am Herz-Jesu Freitag wünschten alte Kranke die hl. Kommunion bei sich zu Hause.

 

C) Die Verstorbenen mußten bestattet und für sie eine Totenmesse am Sterbeort gefeiert werden.

 

D) Den Brautpaaren mußte Brautunterricht erteilt werden. Manchmal war auch ein Konvertitenunterricht damit verbunden.

Die Trauung mußte besprochen und gestaltet werden. Sie fand dann am gewünschten Ort statt.

 

E) Kinder waren zu taufen. Vorher war ein Taufgespräch mit den Eltern notwendig.

 

F) Jubiläen wurden durch festliche  Messen besonders gefeiert.

 

Für all diese Dienste waren zahlreiche und teils recht weite Wege zurückzulegen. Die Gehörlosen wohnten im gesamten Einzugsbereich des Bezirkes und teils darüber hinaus. Sie waren zum großen Teil im Vestischen Gehörlosenverein von 19o7 organisiert.

Der Verein hielt nach dem jeweiligen Monatsgottesdienst seine Versammlung ab und feierte je nach Jahrezeit die anfallenden Feste.

 

Stätten der Gottesdienste waren während meiner Zeit:

       a) die Gastkirche an der Heiligen Geist Strasse,

 

 

 

Gastkirche innen um 1962

 

 

B) Ab 1964 die Kapelle im

Alten Prosper-Hospital - Kemnastrasse,

 

Blick in die Kapelle

 

Gottesdienst mit Hilfe von Dias

 

Gottesdienst mit Hilfe des Lichtschreibers

 

bei der Predigt

 

C) Als das Krankenhaus im Jahre 198o abgerissen wurde, war dann die Gastkirche wiederum für einige Jahre die geistliche Heimat.

Weil die Gastkirche zwischenzeitlich renoviert wurde, fand der Gottesdienst vorübergehend in der Gymnasialkirche statt.

 

die renovierte Gastkirche

 

am Lichtschreiber

 

Blick in die Gemeinde

 

D) Im Jahre 1990 wurde das Gehörlosenzentrum am Oerweg 38 fertig.

Der Gottesdienst wurde in die Kapelle des naheliegenden St. Vinzenzheimes am Börsterweg verlegt.

 

St. Vinzenzheim am Börsterweg

 

Kapelle im Vinzenzheim

 

bei der Predigt

 

mit der Lektorin Frau Wilma Mathis

 

an einem Erntedanksonntag

 

Leider wurde die Kapelle wenig später teilweise auch als Cafeterie benutz.

 

E) Deshalb zog die Gehörlosengemeinde in die Kapelle des St. Hedwigsheimes im Romberg um.

 

St. Hedwigsheim.

 

Blick in den Altarraum

 

Blick in den Kapellenraum

 

Als es – zumal den älteren Gehörlosen – jedoch zu mühsam wurde

das Treppenhaus zur Kapelle

 

immer ins dritte Stockwerk des St. Hedwigsheimes zur Kapelle hinaufzufahren/steigen, wurde die Rückkehr ins St. Vinzenzheim beschlossen.

Der Caritasverband hatte zugesichert, daß die Kapelle/Cafeteria zum Wochenende immer den Status einer Kapelle haben werde.

 

Im Jahre 2oo7 wurde das St. Vinzenzheim dann in einen Neubau bei St. Michael in Hochlarmark überführt und das Haus am Börsterweg nebst Kapelle geschlossen.

 

Von da an fand der Gottesdienst in einem Tagesraum des Vereinsheimes am Gehörlosenzentrum Oerweg 38 statt.   

 

 

Der Wechsel war etwas bedrückend, weil die Atmosphäre nicht mehr so religiös geprägt war wie in einer regulären Kapelle.

 

Für jeden Gottesdienst mußte alles mitgebracht und aufgebaut werden.

 

Als ich mich im Jahre 196o durch den Gehörlosenpräses im Bistum Münster,

                                                   

Dechant Josef Wieling aus Meerfeld bei Dülmen und meinen vorgesetzten Pfarrer, Propst Raphael Graf Droste zu Vischering, zur Übernahme der Gehörlosenseelsorge bewegen ließ,

bekam ich diese Aufgabe zusätzlich zu meiner bisherigen Arbeit aufgeladen. Diese allein war schon mehr als ausfüllend.  Meine ‚Anwerber’ argumentierten,

ich wohne doch direkt neben der Gastkirche, in der die Gehörlosen ihren Gottesdienst abhielten. Und ich sei als Kolpingpräses doch Hausherr der Gaststätte im Kolpinghaus,

in welcher die Gehörlosen nach dem Gottesdienst ihre Versammlung abhielten. Auf Grund dieser ‚Nähe zur Sache’ sei es doch naheliegend, daß ich mich der Gehörlosen auch seelsorgerlich annähme.

Ich nahm die Aufgabe an, weil ‚einer es ja schließlich tun mußte’.

Zum Einstieg in die neue Aufgabe habe ich dann nicht einen einzigen Tag frei bekommen, um mich – wo  immer – über den ‚Umgang mit Gehörlosen’ zu erkundigen.

In der Ernennungsurkunde ‚zum Seelsorger für die Gehörlosen im Bezirk Recklinghausen’ ( 18.8.196o Az.: o86/7-415/6o) stand dafür tröstlich: ‚Wir hegen das begründete Vertrauen,

daß Sie die mit diesem Amte verbundenen Aufgaben zum Segen der Gehörlosen erfüllen werden.’

Ich habe die neue Aufgabe damals unter ein Wort Adolf Kolpings gestellt, das meinen Kolpingpräsiden-Ausweis zierte: ‚Wer Menschen gewinnen will, muß sein Herz zum Pfande setzen!’

Damit bin ich dann von 196o bis 2oo7 gut ‚gefahren’. Wie andere meine Arbeit bewerten werden, weiß ich nicht. Mir zum Trost denke ich aber immer:

Es ist in all den Jahrzehnten nie jemand gekommen, der deine Arbeit abqualifiziert hat. Ich hätte ihm das Amt dann – angesichts so vieler Mühsal und oftmaliger Ratlosigkeit – dann sofort abgetreten!

Auch künftige Kritiker können mir somit getrost‚ den Buckel hinunter rutschen’!

 

Als ich im Jahre 1961 – kurz nach Übernahme des Amtes - hauptamtlich Pfarrer und Vorstandsmitglied in der Stiftung Prosper-Hospital wurde, habe ich die Gehörlosenseelsorge aus freien Stücken

und inzwischen gewachsener Verbundenheit beibehalten.

In den folgenden 3o Jahren von 1961 bis 1991 bin ich – von der Stiftung Prosper-Hospital für die Stelle als Krankenhauspfarrer bestellt und auch besoldet – gleichsam aus freien Stücken und

ehrenamtlich Seelsorger der Gehörlosen gewesen. Seit 1991 betreue ich die Gehörlosen als Pfarrer i.R.

 

Versammlungsstätte der Gehörlosen war in der Zeit nach dem Krieg 1945 ff. über mehrere Jahrzehnte das Kolpinghaus.

 

Kolpinghaus am Herzogswall

 

An seine Stelle trat ab199o als Unterkunft ein Haus, das der im Jahre 1977 gegründete ‚Förderverein für hör- und sprachgeschädigte Mitbürger im Landkreis Recklinghausen e.V.’ als sein ‚Kultur- und Freizeitzentrum der Gehörlosen’ am Oerweg 38 errichtet hatte. Gründer dieses Fördervereins war Herr Konrad Stemmer, selbst Kind gehörloser Eltern. Ihm stand dabei unermüdlich und verdienstvoll zur Seite seine Schwester, Frau Hilde Gahlen, wohnhaft in Herten.

 

Bevor der zuvor genannte und sehr verdienstvolle Herr Stemmer sich im Jahre 1973 aktiv in die Betreuung der Gehörlosen einschaltete, indem er eine private Beratungsstelle in seinem Hause am Graveloherweg 49 eröffnete und zudem einen Gehörlosentreff an den Blumenthalallee in Mieträumen einrichtete, war auf mich Jahre lang auch viel Arbeit in sozialen Belangen der Gehörlosen zugekommen. Die hilfesuchenden Gehörlosen standen plötzlich vor meiner Tür und erwarteten sofortige Hilfe. Oder sie ließen durch Nachbarn  dringend um Besuch bitten. Es ging gewöhnlich um: Wege zum Arbeitgeber, zum Wohnungsamt, zum Sozialamt, zum Gericht, zum Arzt, um die Rente, um Schlichtung von Streit (innerfamiliär oder nachbarschaftlich) Beratung bei Käufen und Verträgen und v.a.m. Da die Gehörlosen mir vertrauten, wollten sie keinen fremden Berater und Helfer. Ich war froh, als Herr Stemmer auf der Bildfläche erschien und die – inzwischen noch dringlicher und umfangreicher gewordene – Arbeit übernahm. Er hatte, als Kind gehörloser Eltern und zudem vielen Gehörlosen seit Jahren bekannt, deren volles Vertrauen. Ich selbst habe in den folgenden Jahren bestens mit ihm zusammengearbeitet.

 

Vom Vestischen Gehörlosenverein selbst wurde ich, über die Seelsorge hinaus, auch um Hilfe in der Gestaltung des Vereinslebens gebeten. Da galt es Vereins- und Satzungsfragen (Gemeinnützigkeit) zu

lösen, Ausflüge zu planen und vorzubereiten, mit Behörden zu verhandeln, Spenden einzuwerben, Teilnahme an religiösen und fortbildenden Veranstaltungen zu arrangieren u.v.a.m.

 

In den ersten Jahren nach 196o habe ich auch für die Gehörlosenzeitung ‚Epheta’ geschrieben, die beim ‚Lahrer Anzeiger GmbH’ in Lahr/Schwarzwald erscheint. Es darf erwähnt werden: Die Gehörlosen im Bistum Münster erhalten ‚Epheta’ dank eines Bistumszuschusses kostenlos. In ‚Epheta’ sind u.a. immer die Gottesdienst- und Sozialdienstzeiten für alle Bistümer aufgeführt.

 

Um auf die Gehörlosenseelsorge vor Ort auch bei den Hörenden aufmerksam zu machen und Gehörlose möglicherweise zusätzlich über hörende Verwandte zu erreichen, habe ich die Gehörlosengottesdienste jahrelang monatlich in ’Kirche und Leben’ auf der Titelseite unter ‚Gottesdienste’ publiziert.

 

Als Material für ein Archiv über Gehörlosenseelsorge dürften einmal interessant werden:

Die für die Gottesdienste und allgemeine Seelsorge verwendeten Materialien/Medien, Rundschreiben – Fotos – Gebetbücher – Zettelkasten – Dias. Einen Großteil davon habe ich an das Diözesanarchiv in Münster abgegeben. (Siehe Vermerk unten.)

 

Die Mitglieder des Vestischen Gehörlosenvereins sind zum größten Teil Mitglieder im Verband der katholischen Gehörlosen Deutschlands e.V. – gegr. 1925 – mit Sitz in Fulda.

 

Abzeichen des Verbandes

 

Dessen Generalpräses war in den letzten Jahren der  münsterer Diözesanpräses für Behindertenseelsorge, Pfarrer Norbert Schulze Raestrup in Gronau, St. Antonius./ Tel. o2562-3871.

 

Eine Übersicht über die inzwischen sehr zahlreichen Institutionen zur Hilfe an Gehörlose wie auch an Hör- Sprachgeschädigte findet sich in Deutsches Gehörlosen-Taschenbuch, herausgegeben vom Gehörlosen-Verlag Essen GmbH – Postfach 43o231 in 45o74 Essen / Tel. o2o1/77466o und Fax o2o1/7833o2.

 

In Recklinghausen bestehen:

a) Vestischer Gehörlosenverein,

b) Vestischer Gehörlosen-Sportverein,

c) Vestischer Gehörlosen-Altenklub,

d) Förderverein für hör- sprachgeschädigte

    Mitbürger im Landkreis Recklinghausen

    e.v.,

e) Verband der zuvor genannten

    Gehörlosenvereine,

f)  Beratungsstelle für Gehörlose im     Gehörlosenzentrum Oerweg 38 in 45657

    Recklinghausen, Tel. o2361/12o52

Diese Stelle erteilt Auskunft zu allen

 evtl. anstehenden Fragen.

 

Über die technischen Kommunikationsmittel für die und unter den Gehörlosen müßte gesondert berichtet werden. In Altenberge bei Münster besteht eine Firma, die solche Geräte herstellt, Tel.o25o5/6o3 oder Fax o25o5/3659. Anzeigen darüber stehen aber auch in dem

 

zuvor genannten Taschenbuch für Gehörlose.

 

In meiner Zeit habe ich  - als den Gehörlosen hilfreich und sie integrierend - folgende technischen Geräte kommen sehen: Schreibtelefon, Faxgerät, SMS über Handy, Bildtelefon.

Die älteren Gehörlosen taten sich mit allen Geräten, außer Fax, schwer. Als ich mit der Arbeit 196o begann und auf  Hausbesuche ging, machte auf mich ein Hund der Bewohner aufmerksam. Der reagierte auf mein Schellen. Beim ersten Besuch knurrte er mich böse an. Beim zweiten Besuch besaß er meine Losung und hieß mich schwanzwedelnd willkommen. Heute melde ich mich für Besuche per Fax oder über SMS an. ‚Welch ein Wandel der Dinge!’

 

Stand:  Januar 2008. -  Hermann Jaspers, Pfr.em. in Recklinghausen, Randebrockstrasse 3.

 

P.S.

Am Montag, dem 14. Juni 2oo4, habe ich den größten Teil meiner Unterlagen und Akten zur Gehörlosenseelsorge an Herrn Dr. Horst Ruth (Bistumsarchiv in Münster - Tel.o251/495-522) übergeben. Voraufgegangen war eine zweistündige Besprechung darüber, welche meiner Unterlagen für das Bischöfliche Archiv von Interesse sein könnten, um Gehörlosenseelsorge dort einmal partiell – soll heißen, über einen gewissen Zeitrum und für ein begrenztes Gebiet - zu dokumentieren.

 

Zurück Homepage Vestische Vereine